Brunnenbau

Wasser tut Not… Ein Brunnen als Quelle der Hoffnung

…, oder Wasser ist notwendig. Sauberes Wasser wird weltweit zum knappen Gut und ist es bereits in weiten Teilen unserer Erde. Dazu gehört Afrika. Die zunehmende Bevölkerung und die Auswirkungen des Klimawandels werden die Situation noch verschärfen. Die Deutsche Kamerun-Hilfe hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung Kameruns auch auf diesem Gebiet zu unterstützen. Dazu wird das Projektgebiet Brunnenbau von A bis Z in den Fokus unserer Aktivitäten gehoben. Da wir das alleine nicht schaffen, laden wir Sie herzlich dazu ein, mit Ihrer Spende Pate für ein Projekt zu werden.

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Ein Mensch benötigt zum Überleben und  um dabei gesund zu bleiben täglich ca. ein Liter Wasser, wenn es warm ist und der Mensch mehr schwitzt, kann es auch entsprechend mehr sein. Wenn man eine fünfköpfige Familie unterstellt, sind das schon mindestens fünf Liter pro Tag, dabei ist noch nicht das für das Kochen und für Hygiene erforderliche Wasser einbezogen. Schnell hat man einen nennenswerten Wasserbedarf pro Tag zusammen. Das Wasser muss je nach Verfügbarkeit mit entsprechend hohem Aufwand herbeigeschafft werden. Wenn man, wie in den europäischen Ländern und den Industrieländern der Welt  üblich, über einen Wasserhahn im Hause verfügt, ist das Problem leicht zu lösen: Man dreht den Hahn oder die Armatur an der Dusche auf – fertig! Aber wie ist es, wenn man in abgelegenen, ländlichen Orten Afrikas lebt? Dann gehen die Frauen und Mädchen täglich häufig mehrere Stunden zu Wasserstellen, um das für den Tag notwendige Wasser zu holen und nachhause zu tragen. Bei den Wasserstellen, kann es sich um Flüsse oder andere natürlich entstandene Wasserstellen oder aber um gebohrte Brunnen handeln. Das Problem mit den natürlichen Wasserstellen ist häufig die Wasserqualität. Je größer die Trockenheit in der jeweiligen Region und Jahreszeit ist, desto größer ist der Verschmutzungsgrad. Außerdem werden Flüsse auch in Afrika häufig zum Abtransport von Schmutz- und Abwasser verwendet. Das in die Flüsse eingeleitete Abwasser verunreinigt das Flusswasser und führt zu Krankheiten bei den Menschen. Die Qualität des Brunnenwassers ist dagegen in der Regel deutlich besser, da das Regenwasser während des Versickerns durch das Erdreich auf natürlichem Wege gefiltert wird.

Neben dem Trinkwasser wird jedoch auch Wasser für andere notwendige Zwecke benötigt: Z.B. wird Wasser auch in der Landwirtschaft benötigt, um die für die Versorgung der
wachsenden Bevölkerung erforderlichen Nahrungsmittel herstellen zu können.

Insgesamt kommt das Institute Wasser für Afrika auf einen für ein gesundes Leben erforderlichen Wasserverbrauch von ca. 50 Litern pro Einwohner und Tag. Es wird geschätzt, dass  in Kamerun ca. 85% des Wasserverbrauchs für die Landwirtschaft, 10% von den Haushalten und nur ca. 5% für die Industrie verwendet werden. In Afrika jedoch müssen viele Bevölkerungsteile nach Angaben des Instituts mit etwa 20 Litern pro Tag auskommen. Das führt auf unterschiedlichen Wegen zu Mangelerscheinung, Krankheiten und Schlimmerem. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag 2012 in Kamerun bei 55 Jahren und in Deutschland vergleichsweise bei ca. 81 Jahren.

Neben vielen anderen Einflüssen ist für diesen Unterschied in der Lebenserwartung zu einem großen Teil die mangelhafte Versorgung der Menschen mit sauberem Trinkwasser und mit Wasser für die Versorgung der Menschen mit ausreichenden Nahrungsmitteln ausschlaggebend.

Schon jetzt ist Wasser weltweit ein knappes Gut und es wird immer knapper. Zwei Faktoren bewirken, dass sich die Situation in Zukunft noch drastisch verschärfen wird. Zum einen der stetige Anstieg der Weltbevölkerung und zum anderen der Klimawandel. Beide Faktoren wirken sich auf der Welt regional unterschiedlich stark aus. In Afrika wächst die Zahl der Bevölkerung stärker als in den Industrieländern und es wird erwartet, dass die Dürreperioden zukünftig häufiger anfallen und länger dauern werden als heute.

Am Beispiel Kameruns bedeutet das, dass die Bevölkerung von ca. 24 Mio. Einwohner in 2016 bis 2030 um ca. 40% auf dann 34 Mio. Einwohner ansteigen wird; zugrunde gelegt ist dabei das von 1970 bis 2013 festgestellte durchschnittliche Bevölkerungswachstum von ca. 2,5% pro Jahr auch für die kommenden Jahre.

Bei einem durchschnittlichen Wasserbedarf von 20 Litern pro Einwohner und Tag steigt damit der tägliche Wasserbedarf von ca. 480.000 m³ in 2016 um ca. 200.000 m³ auf ca. 680.000 m³ in 2030. Schon so handelt es sich bei diesem Anstieg um eine große Herausforderung an das Land, seine Führung und insbesondere an seine Einwohner. Soll im Laufe dieser Zeit auch noch der humanitäre Aspekt der Beseitigung von die Gesundheit belastenden Einflüssen aus Wasserknappheit und -qualität verbessert werden und die Wasserversorgung auf die von dem Institute Wasser für Afrika genannte Menge von 50 Litern pro Einwohner für ein gesundes Leben angehoben werden, steigt die Versorgungslücke, die in den kommenden 13 Jahren geschlossen werden muss, auf 1.200.000 m³ pro Tag. – Zum Vergleich: In Deutschland beträgt der Wasserverbrauch pro Einwohner und Tag 121 Liter.

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Diese Aufgabe kann Afrika und auch Kamerun ohne die Hilfe der Industrienationen in der zur Verfügung stehenden Zeit und gegen die erwarteten Einflüsse des Klimawandels nicht schaffen.

Deshalb müssen wir helfen!

Die Deutsche Kamerun-Hilfe hat sich neben den vielen Ausbildungs- und Gesundheitsprojekten, die sie seit fast 20 Jahren durchführt, auch diesem Feld zur Unterstützung der Einwohner Kameruns angenommen. Wir haben in den vergangenen Jahren mit dem Bau von Brunnen in Kamerun, insbesondere in ländlichen Gebieten, begonnen, in denen die Wasserversorgung besonders kritisch ist und sich unmittelbar auf die Versorgung und Gesundheit der Einwohner auswirkt. Besonders deutlich wurde uns der Zusammenhang zwischen der Gesundheit und der Versorgung der Einwohner mit sauberem Trinkwasser, als wir zunächst die kleineren Gesundheitstationen in Betrieb genommen und uns mit der Planung der derzeit im Bau befindlichen, schon etwas größeren Krankenstation in Bafia befasst haben. Es machte einfach keinen Sinn, eine Krankenstation für die Behandlung von Krankheiten in der Umgebung zu bauen, ohne gleichzeitig einen Brunnen zu bohren, der für die Bevölkerung sauberes und gesundes Wasser liefert und damit die Basis für die Gesundheit der Menschen bildet. – Also haben im Rahmen der Projektumsetzung zunächst einen Brunnen gebohrt, der schon jetzt, noch vor der Inbetriebnahme der Krankenstation den Anwohnern in der Umgebung zur Verfügung steht und stark genutzt wird.

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Die Krankenstation konnte mit den Spenden unserer Freunde  in Europa und mit der freundlichen und professionellen Unterstützung des BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit) errichtet werden. Sie wird planmäßig im April 2017 fertiggestellt und ihren Dienst aufnehmen.

Aber alleine schaffen wir das nicht! – Wir brauchen auch Ihre Unterstützung!

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Danke

Einen Brunnen können wir schon für 12.000 EUR von A bis Z erstellen, … von der Genehmigung bis zur Förderung des Wassers, … und das mit eigenen Menschen und Geräten

  • Date: 10. Januar 2017