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Kinderferienspiele KJG Herzogenrath

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Alphonse Yombi

zu Gast bei den Kinderferienspielen der KJG in Herzogenrath* nach dem Motto „Die ganze Welt – ein Fußballfeld“.

Eine schöne Gelegenheit, den Kindern über die wunderbare Vielfalt auf unserer Welt zu berichten und Ihnen die Unterschiede im Leben, der Musik, der Kleidung und des Essens in Afrika aufzuzeigen.

Der Spaß war groß, sowohl für die Kinder im Alter von 6-12 Jahren, als auch für Alphonse Yombi, der am 08.07.14 einen fröhlichen Nachmittag mit ihnen im Rahmen der diesjährigen Feriensommerspielen in Herzogenrath *bei Aachen verbrachte. 

(Foto: Markus Bienwald)

Auf einer Landkarte zeigt Alphonse Ihnen zunächst einmal wo Kamerun überhaupt liegt, bevor auch gleich die Fragen der Kinder losgehen Darf ich mal Deinen Arm anfassen“, fragt ein kleiner Junge ganz mutig. „Ja darfst du“, antwortet Alphonse Yombi lachend „die Farbe geht nicht ab“.

„Müssen die Kinder in Kamerun auch zur Schule gehen“, fragen sie?  „Müssen ist hier das falsche Wort, sie würden das gerne, doch in Kamerun kostet die Schule Geld und die meisten Menschen können das nicht bezahlen. Das ist sehr traurig“, erklärt Yombi ernst, „denn nur wenn man etwas lernen kann, kann man später auch Geld verdienen, um zu leben“.

Und was isst man dort“ – das waren die ersten wichtigen Fragen der Kinder. „Es gibt ganz viel frisches Obst bei uns, das oft viel süßer schmeckt als hier“, sagt er

Wie bist du Fußballprofi geworden“, ist natürlich auch eine spannende Frage? „Ich habe so gut wie immer, überall auf der Straße, auf jedem Schotterplatz oder Wiese mit meinen Freunden Fußball gespielt und irgendwann kam jemand vom Fußballverein aus Yaoundé – das ist die Hauptstadt von Kamerun – und meinte, dass ich das wohl ganz gut kann. (Lacht). Der Fußball hat in Kamerun eine sehr große Bedeutung; Kamerun ist das erste Land Afrikas, dass in der Fußballweltmeisterschaft je bis ins Viertelfinale kam und fast jeder Junge träumt davon Fußballprofi zu werden“.

„Und was hast du mit deinem Geld gemacht“? „Ich habe erst mal meine Familie und Freunde aus unserem Dorf unterstützt, da dort alle sehr arm sind“, sagt er, „ und später, als ich aufgehört habe Fußball zu spielen, habe ich ein großes, mehrstöckiges Gebäude in Kamerun gekauft und angefangen es zu renovieren, um eine Werkstatt, eine Schreinerei für die Jugendlichen einzurichten, damit sie einen Beruf lernen können“. Und dann zeigt Alphonse Yombi Fotos vom Ausbildungszentrum der Deutschen Kamerun-Hilfe in Yaoundé.

„Und wie kommen die ganzen Maschinen und Werkzeuge dahin“, wollen die interessierten Kinder jetzt wissen? „Jedes Jahr packen wir in Deutschland mit ein paar Helfern einen Hilfscontainer mit Spenden, den wir dann mit dem Schiff nach Kamerun schicken“, erklärt er, „das dauert 3 Wochen“. Von den Mühen im Vorfeld, dass er hierfür viel durch ganz Deutschland reist, um die Dinge einzusammeln, Lagerplätze sucht dann, wenn der Containter hier ist, diesen oft wochenlang eigenhändig bepackt oder von den administrativen Dingen, wie Beantragung des Hilfstransports und schließlich die Verzollung der Sendung bei Ankunft im Hafen von Douala, bei der er immer vor Ort ist – davon möchte er heute nicht reden…

Natürlich wurde auch noch ein wenig zusammen „gekickt“ und paar Autogramme verteilt, bevor für alle ein erlebnisreicher Nachmittag zu Ende ging.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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